
Das berufliche Bildungsangebot im östlichen Wetteraukreis muss erhalten werden. Darin sind sich der Schuldezernent des Wetteraukreises Helmut Betschel-Pflügel und der Schulleiter der Beruflichen Schulen Nidda und Büdingen, Joachim Vogt, einig.
Schuldezernent Betschel-Pflügel betonte, dies sei für die positive Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung.
Mit einer 150jährigen Tradition seien die Beruflichen Schulen im Ostkreis ein starker Bildungsanbieter für Dienstleistung und Handwerk in der Region. Bisher haben beide Schulen unabhängig voneinander gearbeitet. Das soll in Zukunft nach dem Willen des Hessischen Kultusministeriums und des Wetteraukreises anders werden. Ziel ist ein noch vielfältigeres und somit zukunftsorientiertes Angebot im Beruflichen Bereich.
Zum Schuljahresbeginn 2013/14 sollen die beiden Berufsschulen Büdingen und Nidda fusionieren. „Wir erwarten uns mit der Fusion der beiden Schulen Synergieeffekte, insbesondere im Verwaltungsbereich“, sagte Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel in einer Presseerklärung mit.
Der Schulleiter der Beruflichen Schulen Nidda und Büdingen, Joachim Vogt, sieht die gemeinsame Schulentwicklung beider Schulen bereits in der aktiven Phase. Auf seine Initiative hin haben beide Kollegien gemeinsam mit den Personalräten schulübergreifende Arbeitsgruppen zur Schulentwicklung gebildet. Die enge Zusammenarbeit in einem starken Team sei ein zentraler Punkt bei der erfolgreichen Entwicklung eines tragfähigen Gesamtkonzeptes, das den Herausforderungen der Region und des Arbeitsmarktes gerecht wird.
Bei der Erstellung des Konzepts werden die Kollegien, die Personalräte und Schulleitungsmitglieder von Anke Engelhard professionell begleitet. Der Wetteraukreis als Schulträger finanziert die Prozessbegleitung.
Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel ist zuversichtlich, dass mit dem jetzt eingeschlagenen Weg wichtige Impulse für die Regionalentwicklung im Ostkreis gesetzt werden.
Beide Schulen zählen zurzeit 1.661 Schülerinnen und Schüler, wovon 982 auf Büdingen und 679 auf Nidda entfallen. In Büdingen bietet die Berufsschule die theoretische Ausbildung für Ausbildungsberufe aus den Bereichen Ernährung und Hauswirtschaft, Farbtechnik und Raumgestaltung, Holztechnik, Körperpflege sowie Wirtschaft und Verwaltung an. Zudem gibt es ein Berufsgrundbildungsjahr im Bereich Holztechnik, Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, eine zweijährige Berufsfachschule, eine Höhere Handelsschule, eine zweijährige Höhere Berufsfachschule, Fachrichtung Fremdsprachensekretariat, und eine Fachoberschule mit den Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie Wirtschaftsinformatik.
Die Berufliche Schule in Nidda bietet den Unterricht für Ausbildungsgänge in den Berufsfeldern Metalltechnik, Elektrotechnik und Bautechnik an. Die ebenfalls angesiedelte Fachoberschule hat die Schwerpunkte Bautechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik. Schließlich gibt es eine Berufsfachschule mit den Fachrichtungen Bautechnik, Metalltechnik, Fahrzeugtechnik, Elektrotechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe.
„Es gibt bei den beiden Schulen Überschneidungen, aber auch viele Ergänzungen, die eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheinen lässt. Insbesondere erwarte ich durch die Zusammenarbeit in Verwaltung und Schulleitung deutliche Synergieeffekte“, so abschließend Schuldezernent Betschel-Pflügel.
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