
Wie der Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nidda Oswin Veith mitteilte, wurde der Fischbestand im Stausee der Niddatalsperre künstlich erhöht. "Leider reicht die natürliche Fortpflanzung nicht zum dauerhaften Aufbau des Fischbestandes aus, so dass nachgeholfen werden muss", so Veith.
Der Wasserverband Nidda, der die Fischereirechte an der Niddatalsperre besitzt, hat basierend auf biologischen Erkenntnissen der Angelsaison 2011 den Fischbestand künstlich um 700 Edelfische erhöht. Die Zandersetzlinge werden in drei Jahren zu fangfähigen Raubfischen heranwachsen. Die Besatzmaßnahme war notwendig, weil die natürliche Fortpflanzung zum dauerhaften Aufbau des Fischbestandes in dem Stausee nicht ausreichend ist und weil die Angelsportfreunde in den Sommermonaten sehr erfolgreich waren.
Den Zuschlag zum Edelfischbesatz bekam die Fischzucht Geißel aus Breitenbach, dessen Fische aus eigener Zucht stammen und dadurch optimal an die Gewässerverhältnisse angepasst sind. Als Brutfisch frisst der als Edelfisch bekannte Zander Planktontiere, später entwickelt er sich zum Raubfisch, der kleine Fische und Krebse erbeutet. Der Zander kann bis zu einer Länge von 1,20 m und 15 kg Gewicht heranwachsen. "Der Zanderbesatz sorgt für ein ausgewogenes biologisches Gleichgewicht in der Niddatalsperre", so des Geschäftsführer des Wasserverbandes Nidda Stefan Gottbehüt. Durch gezielte Besatzmaßnahmen versucht man bestimmte Fischarten zu unterstützen und damit die Nahrungskette in einem stehenden Gewässer zu steuern. So wird für die Wassergüte eine gewünschte Fischbestandsstruktur geschaffen, die eine Verbesserung der Wasserqualität beinhaltet.
Auch in diesem Jahr rückte die Niddatalsperre über die Grenzen hinaus in den Focus der Petrijünger. Europas größte Angelzeitschrift "Blinker" berichtete mehrfach darüber. Der gute Zuspruch der Angler sowie die Fänge der letzten Jahre von kapitalen Karpfen, Barschen, Zandern, Hechten und unzähligen Weißfischen zeigen, dass im Stausee der Niddatalsperre nicht nur wieder ein guter Fischbestand vorhanden ist, sondern dass auch die vom Wasserverband Nidda durchgeführten kostenaufwendigen Maßnahmen erfolgreich sind.. Die Angelsaison 2011 endet am 31.12. dieses Jahres, so Verbandsvorsteher Oswin Veith abschließend.
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