­
Kategorie:
16. Februar 2012

Vogelsberg

Neue Chancen für Natur und Menschen

Natur- und Landschaftsschutz: National hervorheben und international dokumentieren

Seit 1979 unterstützt die Bundesregierung mit ihrem Programm "chance.natur" den Schutz und die Sicherung wichtiger Naturräume in Deutschland. Hierdurch können wertvolle und herausragende Lebensraumtypen unseres Landes dauerhaft erhalten werden.

76 Großprojekte mit mehr als 3.500 Quadratkilometern wurden bislang in Angriff genommen. Wichtigstes Ziel ist, am Ende ihrer langjährigen Förderzeit sie zum Naturschutzgebiet zu erklären. Zur Sicherung unseres nationalen Naturerbes werden Maßnahmen von privaten und kommunalen Naturschutzinitiativen in Deutschland vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit bis zu 75 % bezuschusst. Voraussetzung für die Förderung ist: Das Vorhaben muss großräumig für ein besonders repräsentatives Stück Natur verwirklicht werden. Dabei sollen auch wild lebende Tier- und Pflanzenarten erhalten werden. Auf diese Weise leistet die BRD einen wichtigen Beitrag zum internationalen Naturschutzübereinkommen.

Das Naturschutzgroßprojekt Vulkan Vogelsberg

Im Reigen von zwei weiteren hessischen Projekten bekam die Vulkanregion Vogelsberg im Dezember 2010 für insgesamt 92.000 Hektar Fläche eine erste Förderzusage bis einschließlich 2013. Von bundesweiter Bedeutung sind die Buchenmischwälder im Oberwald des Vogelsbergs sowie der außergewöhnliche Gewässerreichtum und die strukturreiche Kulturlandschaft mit ihren einzigartigen Berg- und Mähwiesen. Zukünftig können jetzt spezielle Offenland- und Waldlebensräume des Mittelgebirges weiterentwickelt und der bemerkenswert hohe Reichtum seltener Tier- und Pflanzenarten dieses Naturraums erhalten werden.

Zuerst wird drei Jahre lang geplant und anschließend in die Tat umgesetzt

Während der ersten Projektphase ist die Erstellung eines umfassenden Pflege- und Entwicklungsplans vorgesehen. Im darauf folgenden Förderzeitraum ab 2014 sollen sodann die Maßnahmen in acht bis neun Jahren entsprechend umgesetzt werden. Zum Träger des Projektes wurde vom Landkreis Vogelsberg der Verein "Natur- und Lebensraum Vogelsberg e. V." mit seinem Vorsitzenden Karl-Peter Mütze ernannt.

Zur Zeit erfasst ein qualifiziertes Projektteam relevante Gebietsparzellen und listet mögliche Maßnahmen sowie nötige Investitionen auf. Die Ergebnisse fließen in eine Studie und den konkreten Plan (PEPI) ein. Zur Begleitung der Maßnahmen sind Arbeitskreise zusammengestellt worden, die die Themenfelder "Landwirtschaft und Naturschutz", "Forsten und Naturschutz", "Verwertung von Biomasse aus der Region" plus "Tourismus und Vermarktung" im einzelnen zusätzlich beleuchten werden.

Was bringt Natur- und Landschaftsschutz?

Um bei möglichen Änderungen der bisherigen Landnutzung die Akzeptanz in der Region zu erlangen, moderiert Sebastian Stang, ein junger einheimischer Diplom-Forstwirt, die Sitzungen. Er konnte sich durch fachliche Qualifikation und seinen persönlichen Bezug zum Vogelsberg gegen 40 Mitbewerber für den Posten als Projektleiter durchsetzen. Ihm zur Seite gestellt arbeiten in der Lauterbacher Geschäftsstelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin Fanny Kapischke (Diplom-Geo-Ökologin) und als Verwaltungs-Assistentin Ellen Smykalla (Bürokauffrau).

Überzeugungsarbeit wird eventuell vom Projektteam geleistet werden müssen, wenn sich Konfliktbereiche ergeben. Falls die Auffassung zur Flächennutzung durch Jäger, Angler, den Tourismus oder die Forst- oder Landwirtschaft nicht mit den Naturschutzzielen übereinstimmt oder die Natur Vorrang haben soll vor kommunalen Raumordnungsmaßnahmen, wird im offenen Dialog gemeinsam nach Lösungen und Maßnahmen gesucht. Neue Perspektiven und wirtschaftliche Voraussetzungen ermitteln Sebastian Stang und seine Mitarbeiter operativ. Nach der Erschließung von Biotopen und der erfolgreichen Renaturierung der Gewässer soll gewiss die schöne Natur auch gezeigt werden. Für diesen Fall beinhaltet das Konzept als weiteres Ziel, den Natur- und Landtourismus der Region zu stärken.

Tourismus als Wirtschaftsfaktor: Im Land der Hecken, Quellen und Vögel

Kultur und Landschaft des Mittelgebirges Vogelsberg waren bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts geprägt von der Landwirtschaft. Nach deren Rückgang wurden auf dem hoch gelegenen, kargen Basaltrücken des erloschenen Vulkans die ersten Naturschützer aktiv. Früh hatten sie die Charakteristik des Gebietes mit ihrer ungewöhnlichen Fauna und Flora erkannt. So konnte bereits in den 1950er Jahren der Naturpark Hoher Vogelsberg als erstes Schutzgebiet Deutschlands ausgewiesen werden. Ein Vorteil, wie man heute sieht.

Viele Ökosysteme der Kulturlandschaft des Mittelgebirges haben dadurch als natürlicher Lebensraum überdauert. Der Fremdenverkehr wurde durch die Ausweisung von Plätzen und Wegen nachhaltig reguliert. An den übrigen Stellen, an denen der ursprüngliche Naturhaushalt noch gut funktioniert, setzt der Arten- und Naturschutz der Projektphase zwei an. Bis dahin können außerdem die Einheimischen eingebunden werden. Geplant ist, langfristig ökonomische Interessen und wirtschaftliche Bedürfnisse der Menschen vor Ort zu erfassen und mit abzudecken.

Der Vogelsberg: Ein herausragendes Beispiel von überregionaler Bedeutung

Am Ende des Projektes wird der gute Zustand vieler typischer Lebensräume des alten Vulkans Vogelsberg sowie eine bessere Qualität der biotischen und abiotischen Merkmale* erreicht sein. Mit allen exklusiven Merkmalen sollen sie zu natürlichen oder naturnahen Landschaften gewandelt sein, die sich in Zukunft eigenständig weitertragen.

Mithelfen kann jeder Interessierte und zum Beispiel für 15 Euro im Jahr als Privatperson dem gemeinnützigen Verein "Natur- und Lebensraum Vogelsberg" beitreten. Oder man nimmt an den öffentlichen Arbeitskreistreffen im Vogelsberg teil. Mehr und Aktuelles ist im Internet zu finden unter: www.naturschutzgrossprojekt-vogelsberg.de

Stand Februar 2012

* Biotisch sind Umweltfaktoren, an denen Lebewesen beteiligt oder als Organismen mitbeteiligt sind (Viren, Mykoplasmen, Bakterien, Pilze, Insekten, Säugetiere etc.), oder es sind biologische Vorgänge gemeint. Im Gegensatz dazu sind abiotische Umweltfaktoren solche, an denen keine Lebewesen beteiligt sind - beispielsweise der geologische Untergrund, Licht, Temperatur und Wärme.

Einträge zuklappen

Regionalmanagement Oberhessen

Geschäftsstelle
Kurstrasse 8
63667 Nidda / Bad Salzhausen

Telefon 0 60 43 / 98 65 17 0
Telefax 0 60 43 / 98 65 17 1
E-Mail:
regionalmanagement@oberhessen.de

Sprechzeiten:
Di. und Do. 09.00-16.00 Uhr
und nach Vereinbarung


Europäischer Landwirtschaftsfonds für
die Entwicklung des ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Kontakt zu...

Redaktion  Oberhessen.de

Christian Renner: 06043-950732 oder E-Mail: redaktion@oberhessen.de

Verein Oberhessen

Gudrun Haas:06044/964407 oder E-Mail: info@oberhessen.de


Regionalforen

Etwa 150 Besucher konnte Ulrike Pfeiffer-Pantring, Vorsitzende des Vereins Oberhessen, begrüßen auf dem Regionalforum in Wallernhausen begrüßen. Die Folien der Vorträge gibt es hier als Download.


Wandern in Oberhessen

Durch die herrliche Natur

Es gibt wohl keine bessere Möglichkeiten, eine herrliche Region zu entdecken als mit einer schönen Wandertour. In Oberhessen gibt es viele Wanderweg mehr ...


Landesmuseum

Keltenwelt Glauberg

Mehr als 50.000 Besucher in den ersten vier Monaten. Das neue Museum auf dem Glauberg ist ein Publikumsmagnet. mehr ...


Unternehmensdatenbank

Produkte und Dienstleistungen

Sich suchen den passenden Handwerker, ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung? In der Unternehmensdatenbank Oberhessen werden Sie fündig. mehr...


Blick in die Geschichte

Museen in Oberhessen

Feuerwehrmuseum, Metzgermuseum, 50er-Jahre-Museum, Römer, Kelten und alte Druckereien - die Museen in Oberhessen bieten einen spannenden Blick in die Geschichte unserer Region. mehr...


Neues aus der Region

Das Oberhessen-Magazin

Dreimal im Jahr erscheint das Oberhessen-Magazin mit Geschichten aus der Region, reichlich Infos und einem Veranstaltungskalender. mehr...


Jetzt schon anmelden

Oberhessen-Messe in Nidda

Vom 11. bis zum 13. Mai 2012 findet in Nidda wieder eine Oberhessen-Messe statt. In den vergangenen Jahren konnte diese größte Messe ihrer Art in der Region Oberhessen über 10.000 Besucher anlocken. Aussteller können sich jetzt bereits anmelden. mehr...

 


 



Termine in Oberhessen

18. Mai 2012, 15:00 Uhr
Jugendherberge Hoherrodskopf.
3-Tages-Fotoworkshop Naturfotografie im Vogelsberg

20. Mai 2012, 11:00 Uhr
Landesmuseum Keltenwelt am Glauberg
„Welt im Wandel – Museen im Wandel“

20. Mai 2012, 11:00 Uhr
Altenstadt, Lindheim, am Dorfbrunnen
Mittelalterliche Spurensuche

20. Mai 2012, 18:00 Uhr
Parksaal Bad Salzhausen
„Transformationen – Wandlungen“

24. Mai 2012, 20:00 Uhr
Heuson-Museum, Büdingen
Büdingen belesen: Jan Costin Wagner

26. Mai 2012, 08:00 Uhr
Freibad, Nidda
Triathlon der Stadt Nidda

26. Mai 2012, 15:00 Uhr
Ortenberg, Burg Lißberg
Afrika-Fest

27. Mai 2012, 11:00 Uhr
Ortenberg, Burg Lißberg
Afrika-Fest

27. Mai 2012, 14:00 Uhr
Ortenberg, am Obertor
Auf steinernen Pfaden

27. Mai 2012, 15:00 Uhr
Bad Salzhausen, Unterer Kurpark, Bühne Trinkkurhalle
Sommerkonzert

28. Mai 2012, 14:00 Uhr
Altenstadt, Höchst
Es klappert die Mühle...

28. Mai 2012, 14:30 Uhr
Bad Salzhausen, Unterer Kurpark, Bühne Trinkkurhalle
Kinderkonzert

01. Juni 2012, 08:00 Uhr
Landhaus Fürstengarten in Stornfels
Fotoentdeckungsreise auf dem Vulkan Vogelsberg

01. Juni 2012, 20:00 Uhr
Grebenhain-Bermuthshain
„Chörchen goes Broadway“

03. Juni 2012, 10:00 Uhr
Bad Salzhausen, Kurallee
Bauernmarkt

09. Juni 2012, 20:00 Uhr
Ortenberg, Marienkirche
Außergewöhnliches Konzert in der Marienkirche

16. Juni 2012, 20:15 Uhr
Glauburg-Stockheim
„Chörchen goes Broadway“

17. Juni 2012, 19:00 Uhr
Ev. Stadtkirche Nidda
Johann Rosenmüller Ensemble

20. Juni 2012, 20:00 Uhr
Büdingen
Büdingen belesen: Ina Rudolph

22. Juni 2012, 10:00 Uhr
Kurpark, Bad Salzhausen
Kinderchorfestival

22. Juni 2012, 19:00 Uhr
Ortenberg, Altstadt
Altstadt Pur

23. Juni 2012, 19:00 Uhr
Ortenberg, Altstadt
Altstadt Pur

24. Juni 2012, 10:00 Uhr
Ortenberg, Altstadt
Altstadt Pur

24. Juni 2012, 18:00 Uhr
Schloss Gedern, Wappensaal
"Die Matzsingers"

30. Juni 2012, 16:00 Uhr
Kurpark, Bad Salzhausen
Romantisches Park und Lichterfest