
Am vergangenen Samstag hatten sich erneut Wolfgang Wagner, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung, Ortsvorsteher Rainer Strauch und einige ihrer Mitstreiter aus dem Dorferneuerungsprozess am Klappersberg getroffen, um Flächen zu entbuschen, die in den vergangenen Jahrzehnten zugewachsen waren.
Dort wird jetzt wieder ein wunderbarer Blick auf das Dorf Unter-Widdersheim, die Horloffaue und den Taunus frei und kann bei einem Spaziergang genossen werden.
Auch Bürgermeister Hans-Peter Seum war nach Unter-Widdersheim gekommen, um sich einen Eindruck von den Arbeiten zu machen und den dort Aktiven seinen Dank und seine Anerkennung auszusprechen. Das in Unter-Widdersheim zu beobachtende Engagement im Bereich der Dorfentwicklung ist für Bürgermeister Seum beispielhaft und erfährt deshalb seine volle Unterstützung. „Dorfentwicklung kann nur von den Menschen vor Ort vorangetrieben werden. Der in Unter-Widdersheim in Gang gesetzte Prozess lässt interessante Ergebnisse erwarten. Hier hat man verstanden, dass die Zukunft nur gemeinsam gemeistert werden kann und jeder einzelne einen kleinen, aber wertvollen Beitrag für die Gemeinschaft leisten kann. Die zukunftsweisenden Fragen können nicht alleine durch die Politik oder die Verwaltung geleistet werden. Die Stadt Nidda muss wieder zu einem Identifikationsbegriff werden. Die Menschen müssen verstehen, dass jeder von uns ein Teil dieser Stadt ist und wir nur gemeinsam erfolgreich sein können“ so Niddas Rathauschef.
Die Arbeiten am Klappersberg sollen aber nicht nur wieder einen Blick auf das Dorf möglich machen, sondern sie dienen auch dem Naturschutz. Die Arbeiten der Ehrenamtlichen werden deshalb über das LIFE-Projekt „Wetterauer Hutungen“ finanziell unterstützt. Es geht um die Erhaltung oder Wiederherstellung von Magerrasenflächen. Deren besonderer Reichtum an seltenen und gefährdeten Arten hängt davon ab, dass die trockenen, steinigen Hänge und Kuppen offen und beweidet sind. Hutungsflächen sind ein Teil der in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft mit besonderen Biotopen, die der Mensch durch seine Nutzung geschaffen hat. Unter den Helfern am
Klappersberg war auch Kerstin Bär, Mitarbeiterin der Stadt Nidda und im LIFE-Projekt zuständig für Bildungsarbeit. Sie erläuterte zu der Entbuschungsmaßnahme, dass es einige Zeit dauert, bis sich die typischen Arten wieder einstellen. Aber auf den benachbarten Flächen am Klappersberg, die in früheren Jahren entbuscht wurden und seit dem beweidet werden, kann man bereits eine positive Entwicklung sehen. Viele Kräuter breiten sich wieder aus und im Sommer blüht es bunt an Stellen, wo nach der Entbuschung blanker Boden war. Bei den Aktionen dieses Winters sind insgesamt etwa ca. 1500 qm wieder frei geworden und werden, nachdem die Fläche noch grob abgerecht wird, ab dem nächsten Frühjahr beweidet.
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