23.000 Einwohner
Stadtteile: Aulendiebach, Büches, Büdingen, Calbach, Diebach am Haag, Düdelsheim, Dudenrod, Eckartshausen, Lorbach, Michelau, Orleshausen, Rinderbügen, Rohrbach, Vonhausen, Wolf und Wolferborn.
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Büdingen liegt etwa 45 km nordöstlich von Frankfurt am Main, am Rande von Vogelsberg und Wetterau, jeweils 12 Kilometer von der A 45 und A 66 entfernt.
Mit dem Bau einer staufischen Wasserburg entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte – beschützt von mächtigen Mauern und Türmen – ein mittelalterlicher Ort und später die ysenburgische Residenzstadt. Die Burg, die nach und nach zum Schloss erweitert wurde, wird seit 1258 von der Familie der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen bewohnt.
Zwei Ereignisse waren für die Entwicklung zu einer „Stadt“
wichtig: 1330 erhielt Luther von Ysenburg von Kaiser Ludwig dem Bayern das
Marktrecht für Büdingen, das zu dieser Zeit wohl schon Befestigungsanlagen
aufwies. 1353 stellte Heinrich von Ysenburg den Bürgern einen Freiheitsbrief
aus. Sie waren nun frei von Abgaben, Lasten und Frondiensten. Allerdings
mussten die Bürger selbst Mauern und Tore sichern. Dies bedingte somit auch die
Gründung einer Schützengilde im gleichen Jahr.
Die historische Stadt Büdingen, die zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands zählt, genießt heute große touristische Aufmerksamkeit und ist für den Besucher ein Erlebnis.
Sehenswürdigkeiten:
Jerusalemer Tor: Bildet den Haupteingang zu Büdingen. Auch
Untertor oder Kreuztor genannt. Krönender Abschluss des Festungsmauerbaues mit
Schlussstein von 1503 im Senkschartenerker. Es ist das Wahrzeichen der Stadt.
Steinernes Haus: Das vor 1500 als ältestes Ganzsteinhaus der Stadt für den
Grafen Johann errichtete Gebäude ist ein burgartiger Bau zur Sicherung des
wichtigen Brückenkopfes Mühltor.
Schloss der Fürsten zu Ysenburg und Büdingen:
Die Kernburg ist von einer dreizehneckigen Buckelquadermauer aus staufischer
Zeit umgeben. Durch den inneren Torbau, Ludwigsbau genannt, hat man Zugang zur
eigentlichen Burg. Der Palas ist der älteste Wohnteil. Er stammt aus der
zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Besonders sehenswert ist die spätgotische
Schlosskapelle. Marienkirche: 1367 als hölzerne Liebfrauen-Kapelle erwähnt. Der
heutige Kirchenbau (1476 bis 1491) gehört zu den besonders hervorzuhebenden
Leistungen der Büdinger Bauhütte, die weit über das Ysenburger Land hinaus
wirkte.
Rathaus: 1458 auf einem steinernen Untergeschoss errichtet. Es diente im Erdgeschoss als Kaufhaus und im Obergeschoss als Tanz- und Spielhaus, beherbergte aber auch die Amts- und Gerichtsräume.
Büdinger Urhaus: Es zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern Hessens. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert.
Oberhof: Ältester Renaissancebau in der Stadt, ursprünglich als Witwensitz für eine Gräfin errichtet. Folterturm: Geschützturm der alten Stadtmauer, auch Teufelsturm oder dicker Turm genannt. Folterungen sind nicht nachgewiesen.
Bollwerk: Beeindruckender Wehrturm (um 1500)
mit 4 bis 4,5 Meter Mauern und 16 Geschützkammern in vier Stockwerken.
Remigiuskirche: Dem heiligen Remigius geweiht, über tausend Jahre alt.
Beeindruckend die Wandmalereien aus spätgotischer Zeit. Dient heute überwiegend
als Totenkapelle. Die Remigiuskirche liegt außerhalb der Büdinger Altstadt beim
Friedhof.
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