Es ist eine herrliche Allee aus alten und ehrwürdigen Lindenbäumen, durch die man fahren muss, wenn man nach Bad Salzhausen möchte. Die Allee mündet in die Kurstraße, herrliche Villen aus der Gründerzeit erwarten den Besucher, laden ein, den charmanten Kurort zu erkunden. Bad Salzhausen ist klein. Keine 60 Kilometer von Frankfurt entfernt, am Rande des Vogelsberges, findet der gestresste Mensch des 21. Jahrhunderts hier die Ruhe, nach der er sich sehnt. Es gibt keinen Verkehrslärm, keine hektische Betriebsamkeit, keinen Stress. Hier wird ein Gang zurück geschaltet. Ganz bewusst.
Beginnen wir unsere kleine Reise im oberen Kurpark, der gleich hinter dem Kurhaushotel beginnt. 1826 wurde der Park angelegt. Damit ist er einer der ältesten Kurparkanlagen Deutschlands. Das Betreten des Rasens ist in Bad Salzhausen ausdrücklich erlaubt. Nicht Anschauen ist die Devise, sondern Erleben. Entlang den verschlungenen Wegen, zwischen den alten Bäumen hindurch erreicht der Ruhesuchende den Parksaal, der ebenfalls 1826 entstand. In dem klassizistischen Bau veranstaltet das Kulturmanagement von Nidda und Bad Salzhausen Konzerte, Lesungen und Theaterveranstaltungen. Viele Besucher genießen es, während eines klassischen Konzertes den Blick aus den großen Fenstern in den Park mit seinem historischen Baumbestand schweifen zu lassen. Aber es muss nicht immer Klassik sein. Das Kulturmanagement sorgt für Abwechslung: es gibt Jazz, Comedy, Musik für Liebhaber der Volksmusik.
Zwischen den alten Bäumen im oberen Kurpark fallen die vielen Skulpturen auf. Auch die zeitgenössische Kunst ist in Bad Salzhausen zu Hause. Alle zwei Jahre veranstaltet der Kunstverein ein Bildhauersymposium. Mehrere Künstler leben und arbeiten für die Zeit des Symposiums in Bad Salzhausen. Der Parksaal wird zur Werkstatt und der Kurpark zum Ausstellungsraum. Besucher des Parks können den Künstlern über die Schulter schauen. Kunstinteressierte können ins Gespräch kommen, können sich auseinander setzen mit der zeitgenössischen Kunst und vielleicht innere Hürden überwinden. Manche Skulpturen sind nicht für eine lange Dauer konzipiert, andere bleiben im Kurpark. Im Laufe der Jahre ist so ein beachtlicher Skulpurenpark entstanden.
Setzen wir unsere Reise fort und machen uns auf den Weg in den unteren Kurpark von Bad Salzhausen. Hier finden wir die Heilquellen. Es war die Sole, die den Ort berühmt machte und ihm seinen Namen gab. Nirgendwo sonst findet man so viele unterschiedliche Heilquellen auf so engem Raum. Es gibt eine Lithumquelle, eine Stahlquelle, eine Schwefelquelle und noch vier weitere Quellen. Sie alle haben verschiedene heilsame Wirkungen. Zwischen den Quellen stehen die Gebäude der alten Saline. Wieder ein Hinweis zur Geschichte Bad Salzhausens. Bevor die Menschen hierher kamen, um ihre Gesundheit zu pflegen, stand die Produktion von Salz im Mittelpunkt. Es wurde aus der Sole heraus gekocht und brachte Wohlstand in die Region.
Auch heute stärkt die Sole die Gesundheit: Trinkkuren, Inhalationen und Badekuren bieten sich an. Besonders intensiv erlebt der Gast die heilsame Wirkung der Salzhäuser Sole in der Justus-von-Liebig-Therme. Die Therme bietet wohlige Entspannung im 32 Grad warmen Solewasser und ein ganzheitliches Gesundheitsprogramm mit Therapie- und Präventionsangeboten. Eine Saunalandschaft mit vielen verschiedenen Saunatypen rundet das Programm ab.
Bad Salzhausen ist ein Ort, an dem man seine freie Zeit gerne verbringt, es ist aber auch der ideale Ort, um die Region Oberhessen und den Vogelsberg mit seinen vielen Wanderrouten zu entdecken. Mehr Information über den Ort gibt es auf
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