Immer mehr Unternehmen bekennen sich zur Region und nehmen den Namen
Oberhessen in ihre Unternehmensbezeichnung auf. Ein klares Bekenntnis
zur Region. In den vergangenen Monaten sind zwei Unternehmen hinzu
gekommen. Die bisher selbständigen lokalen Nahverkehrsgesellschaften
des Wetteraukreises, des Vogelsbergkreises und des Landkreises Gießen
wurden zu einer Verkehrsgesellschaft zusammengeschlossen:
Verkehrsgesellschaft
Oberhessen: VGO Verkehrsgesellschaft Oberhessen mbH. Aufgabe der VGO
ist es, im Rahmen des Rhein-Main Verkehrsverbundes (RMV) den
öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gemeinsam mit dem
Verkehrsdezernat des Zweckverbandes Oberhessischer Versorgungsbetriebe
(ZOV) zu organisieren, zu finanzieren und kundengerecht
weiterzuentwickeln. Hierbei werden neben dem quantitativen Angebot an
Fahrten die Qualität und der Service oberste Priorität haben. Summiert
man die Quadratkilometer des Bedienungsgebietes (insgesamt 3.414 qkm),
so ist auf Aufgabenträgerseite mit der VGO die größte
Verkehrsgesellschaft in Hessen entstanden. Unser Angebot richtet sich
an 62 Städte und Gemeinden mit insgesamt ca. 670.000
Einwohnern. Rund 300 Busse auf 98 Linien und 17
Anrufsammeltaxi-Services (AST) fahren 2.238 Haltestellen an, ergänzt
von 54 Regionalbuslinien und 9 Schienenstrecken.
Aus der Sparkasse Wetterau und der Sparkasse Vogelsberg wird die
Sparkasse Oberhessen: Der Zusammenschluss der Sparkassen Wetterau und
Vogelsbergkreis zur Sparkasse Oberhessen ist besiegelt. Nachdem bereits
der Kreistag des Vogelsbergkreises in seiner letzten Sitzung vor der
Sommerpause am 13. Juli grünes Licht gegeben hatte, stimmte auch der
Kreistag des Wetteraukreises am 21. Juli für die Fusion der beiden
Sparkassen. Damit ist der Weg frei für die Sparkasse Oberhessen, unter
der sich die beiden Finanzinstitute ab dem 1. Januar 2006
zusammenfinden werden. Mit ca. 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
zählt die Sparkasse Oberhessen zu den größten Arbeitgebern in der
Region Oberhessen und mit über 60 Auszubildenden auch zu den
attraktivsten Ausbildungsbetrieben für junge Menschen. Juristischer
Sitz des neuen Instituts wird Friedberg sein. Alsfeld, Lauterbach und
Nidda bleiben Hauptniederlassungen.
Lange Zeit war der Name Oberhessen aus dem Sprachgebrauch so gut wie verschwunden. Die Region wurde durch die Gebietsreform in den 70er Jahren neu aufgeteilt und niemand sprach mehr von Oberhessen. Aber so ganz in Vergessenheit geriet der Begriff Oberhessen doch nicht. Dank einiger Firmen blieb der Name im Gebrauch. Zu diesen Firmen gehört auch das Oberhessische Spannbetonwerk (OSW), ein Tochterunternehmen der LUPP-Firmengruppe in Nidda.
Im Jahr 1963 gründete der Niddaer Bauunternehmer Karl-Ludwig Lupp das Oberhessische
Spannbetonwerk. Schon die Namensgebung drückt die Verbundenheit dieses Unternehmers
mit der Region aus. Zunächst war man auf Brückenteile spezialisiert. Diese verlassen
auch heute noch das Werk - und zwar in Größe XXL. Nicht selten ist ein Betonteil
über 40 Meter lang manche wiegen bis zu 120 Tonnen. Das macht den Transport aus
dem Werk in Nidda Harb nicht ganz einfach. Sondergenehmigungen und Spezialtransporter
sind notwendig - manchmal sogar Polizeibegleitung.
Was für die Mitarbeiter im OSW längst zum alltäglichen Geschäft gehört, nötigt
dem Besucher im Werk ein respektvolles Staunen ab. So groß wie die einzelnen Betonteile,
so groß ist auch die Produktionshalle, in der die Mitarbeiter aus einem scheinbar
heillosen Durcheinander aus Stahl das Gerüst für den späteren Brückenbogen oder
Wandstrebe herstellen. Der Beton kommt aus der eigenen Mischanlage. Über 25.000
Tonnen verarbeitet das Niddaer Unternehmen im Jahr. Neben Brückenteilen werden
auch Teile für den Hochbau oder den Fassadenbau hergestellt. Nicht immer kommen
die Spannbetonteile im schnöden Einheitsgrau und glatter Oberfläche daher. Manchmal
hat der Kunde bestimmte Wünsche für Farbgebung oder Struktur der Teile. Für die
Fassade der Landesärztekammer in Frankfurt fertigte das Oberhessische Spannbetonwerk
beispielsweise 919 anthrazitfarbene Fertigteile mit einer abgesäuerten Oberfläche.
Das Know-How der oberhessischen Betonspezialisten ist mittlerweile deutschlandweit
bekannt und gefragt. Gefragt ist vor allem das technische Wissen rund um die Möglichkeiten
des Spannbetons. Auch Fragen rund um die Logistik, den Transport und die Montage,
müssen die Fachleute des OSW beantworten.
Übrigens führt der heutige Firmenchef Thomas Lupp die gute Tradition seines Vaters
Karl-Ludwig Lupp fort. Mittlerweile gehört zur Firmengruppe LUPP auch die „ TLO
Transportlogistik Oberhessen GmbH" sowie die "TSO, Tank und Service Oberhessen
GmbH“. Eine gute oberhessische Tradition.
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